Handfilter ohne Kompromisse

Etwas antiquiert scheint für einige Kaffeekonsumenten die Filterbrühmethode, sentimentale Erinnerung an „Omas Filterkaffee mit Stövchen“ für die Anderen. Nicht nur der schnauzbärtige, unterarmtätowierte Hütchenträger weiß, spätestens mit dem Überschwappen der 3. Welle (thirt wave) aus den USA und Australien auf das Europäische Festland, ist Filterkaffee wieder in aller Munde.

Um der viel zu häufig zu Besuch kommenden Schwiegermutter ein wohlwollendes Nicken abzuringen während sie thronend in Ihrer 3-Teiler Couch das Treiben rund um die Kaffeetafel kritisch beäugt, gibt es einige einfache- und doch überlebensnotwendige must do´ s.

Mahlgrad: Als Referenz für den richtigen Mahlgrad benötigt Ihr 20-22g Kaffeemehl für 300ml Wasser. Nachdem das Filterpapier im Filterhalter (z.B. Hario V60) eingelegt und ordentlich mit heißem Wasser benetzt wurde, um eventuell störende Beigeschmäcker oder kleine Schwebeteilchen zu entfernen, wird der Filter mit der bereits angegebenen Menge Kaffeemehl befüllt. Jetzt beginnt der eigentliche Brühvorgang.

Zuerst wird mit einer Menge Wasser, die in etwa dem eineinhalbfachen des Kaffeemehls entspricht, begonnen in die Mitte des Filters zu gießen. Frisch gemahlener Kaffee beginnt bereits jetzt mit dem Blooming (Schäumen durch Entweichen von CO2). Nach ca. 20-30 Sekunden wird die verbleibende Menge Wasser kreisend von innen nach außen aufgegossen. Der Vorteil dieser kleinen Verzögerung ist, dem Kaffeemehl Zeit zu geben einzusumpfen und zu quellen, also eine Art Vorbrühung. Der gesamte Brühvorgang sollte sich in einem Zeitrahmen von 2,2- 3,0 Minuten abspielen.

Merke: Zu grob gemahlener Kaffee verkürzt die Extraktionszeit (Kontaktzeit des Wassers mit dem Mahlgut). Die Folge davon ist eine dünne, saure und körperlose Brühe.
Zu fein gemahlener Kaffee verlängert die Extraktionszeit. Die Konsequenz ist ein bitterer Kaffee mit gelösten Stoffen die besser im Kaffeesatz geblieben wären. Ist die Kaffeemühle auf den richtigen Mahlgrad getrimmt, ist der Anfang gemacht.

Dosierungsempfehlung: In Abhängigkeit vom Kaffee, Wasserqualität und dem persönlichen Geschmack gibt es eine Faustregel. Mit 7g Kaffee pro 100ml Wasser befindet man sich immer auf der Fahrbahnmitte.

Brühtemperatur: Auch hier sind der verwendete Kaffee sowie die Wasserbeschaffenheit ausschlaggebend. Grundsätzlich bewegt man sich aber in einem Rahmen von 88°C- 95°C, keinesfalls kochend!

Bei der Bohnenauswahl ist darauf zu achten, dass das Bohnenbild tendenziell eher auf der hellen Seite von braun zu finden ist. Automatenkaffees oder dunkle Espressoröstungen sind daher eher nicht für die Jagd nach Geschmackserlebnissen geeignet. Euer Kaffeeröster des Vertrauens ist hier der richtige Ansprechpartner.

Tipp: Bleibt neugierig und experimentell. Die Welt des Kaffees hält einige Offenbarungen bereit. Versteigert Euren Kaffeesahnevorrat und trinkt schwarz oder wahlweise den aus unserer Rösterei.

Achtung: Solltet Ihr diese Empfehlungen befolgen, kann es passieren, dass die Schwiegermutter häufiger mit an der Kaffeetafel sitzt, oder die Gründung eines Mehrgenerationenhaushaltes vorschlägt.

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